Der Störfall – Was geschah wirklich in den AKWs von Vattenfall? 2/3

Gleich zwei Notabschaltungen an einem Tag, das hatte es in der Geschichte der Atomkraftwerke bis zu jenem 28. Juni 2007 in Deutschland noch nicht gegeben. An diesem Donnerstag passiert in gleich zwei Atomkraftwerken etwas, das zunächst wie ein Desaster nur für den Betreiber Vattenfall aussieht. Aber der Brand im Maschinentransformator AT 01 des AKW Krümmel und der Kurzschluss in einer Schaltanlage des AKW Brunsbüttel hatten viel mehr Konsequenzen als nur die Schnellabschaltung beider Atommeiler: Ein GAU der ganz besonderen Art nimmt seinen Lauf, der “VattenFall” beginnt. Dabei lief es seit einiger Zeit wieder ganz gut für die Betreiber der Kernenergie: Großangelegte Image-Kampagnen für “saubere Kernenergie” wurden positiv flankiert von der allgemeinen CO2 Diskussion. Vertrauliche Protokolle und Dokumente über den Umgang mit den beiden “Störfällen” in Wirtschaft und Politik zeigen, was seit jenem Nachmittag geschah.
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www.versicherung-finanzvergleich.com AKW Unfälle – AKW Störfälle Dezember 1952 In einem Reaktor im kanadischen Chalk River bei Ottawa kommt es zu einer schweren Explosion. Der Reaktorkern wird bei einer partiellen Kernschmelze zerstört. September 1957: In einer Wiederaufbereitungsanlage im russischen Kyschtym explodiert ein Tank mit radioaktiven Abfällen. Dabei werden grosse Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt. Oktober 1957: Im britischen Atomreaktor in Windscale – seit 1983 Sellafield genannt – wird nach einem Brand eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über Europa verteilt. Januar 1969: Im Schweizer Versuchsreaktor von Lucens kommt es zu einer partiellen Kernschmelze. Die radioaktiven Trümmer werden erst 2003 abtransportiert. Juli 1973: Wieder kommt es in Windscale zu einer schweren Explosion, bei der ein grosser Teil der Anlage verseucht wird. Januar 1977: Kurzschlüsse in zwei Hochspannungsleitungen führen im deutschen Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern zu einem Totalschaden. Das Reaktorgebäude ist mit radioaktivem Kühlwasser verseucht. März 1979: Maschinen- und Bedienungsfehler führen im US-Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zum Ausfall der Reaktorkühlung, die eine partielle Kernschmelze und die Freisetzung von radioaktiven Gasen zur Folge hat. April 1986: Kernschmelze im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Fachleute geben die Zahl der zu erwartenden Toten mit zwischen 4.000 und 100.000 an. 4.000 Menschen erkrankten infolge des …
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